Sprache & Bildung
Partizipation
Partizipation in der Kita / Schulbetreuung bedeutet für uns die Kinder ihrem Alter entsprechend am Alltag zu beteiligen. Sie in die Gestaltung von Aktivitäten einzubeziehen und sie an Entscheidungen die sie, ihre Gruppe oder die ganze Einrichtung betreffen, mitbestimmen zu lassen.
Zunächst geht es um die ganz alltäglichen, praktischen Entscheidungen der Kinder. Wo, was und mit wem sie spielen wollen. Welche Materialien sie sich aussuchen. Was sie sich zum Essen nehmen. Oder auch die Frage, wer sie wickeln darf.
Die teilweise Öffnung der Gruppen sowie das Einrichten von Themenbereichen unterstützt die Kinder dabei, ihren Interessen nachzugehen. Mit zunehmendem Alter verändern sich die Formen der Mitbestimmung. In Kinderkonferenzen und Gremienstrukturen werden dann die Anliegen der Kinder besprochen und es wird versucht Lösungen zu bestimmten Themen zu finden. Die pädagogischen Fachkräfte befinden sich in einer aktiven, dialogischen Auseinandersetzung mit den Kindern. Die Erwachsenen sind in dieser Rolle Begleitende auf dem Weg zur Findung von Lösungen.
Sind die Kinder erst einmal mit den Prinzipien der Mitbestimmung vertraut, entwickelt sich häufig eine Dynamik, in der sie dann auch zunehmend einfordern, dass sie beteiligt werden. Die Frage zu welchem Spielplatz die Gruppe geht, welches Essen für die nächste Woche bestellt wird oder welches Projekt als nächstes angegangen werden soll, wird dann gemeinsam besprochen und in einem demokratischen Prozess bestimmt. Häufige Hilfsmittel für solche Abstimmungen sind zum Beispiel Fotos von Orten, Räumen oder Materialien. Mit Steinchen oder Klebepunkten werden im Abstimmungsprozess die Stimmen der Kinder symbolisiert und Entscheidungen gut sichtbar und nachvollziehbar für alle gefällt.
In unseren Kitas und in den Schulstandorten wird mit verschiedenen Verfahren zur Mitbestimmung gearbeitet. Die Krippen nutzen andere Methoden als die Elementargruppen. Die Brückenjahrgruppen wiederum sind mit den Verfahren meist schon so vertraut, dass es für sie selbstverständlich ist, Entscheidungen gemeinsam zu fällen und auch die Verantwortung für diese zu übernehmen.

Bildungs- & Lerngeschichten
Elterninfo
Die Lerngeschichten machen das Lernen bzw. die Stärken Ihrer Kinder sichtbar und unterstützen sie in ihrer Entwicklung. Hier finden Sie nähere Infos als PDF-Datei zum Download.
Portfolio
Ein wichtiger Teil des Beobachtungs- und Dokumentationsverfahrens der Bildungs- und Lerngeschichten* ist die Portfolioarbeit. Jedes Kind erhält in der Kita / Nachmittagsbetreuung ein eigenes Portfolio (Ordner). Ganz wichtig hierbei, es ist das Portfolio des Kindes. Es kann dort für sich bedeutende Dinge einheften. Es bestimmt selbst, wer hineinschauen darf und was hineinkommt. Ein Teil der Arbeit mit dem Portfolio beinhaltet auch, dass die Eltern z.Bsp. aus den Ferien eine Geschichte mitbringen oder Steckbriefe mit ihren Kindern zusammen gestalten.
* Das Verfahren wurde vom Deutschen Jugendinstitut (www.dji.de) in einem Modellprojekt in 25 Kindertageseinrichtungen erprobt; 2007 wurde das Beobachtungs- und Fortbildungsmaterial publiziert. Seither gehört es zu den am meisten angewandten Dokumentations- und Beobachtungsverfahren in der BRD.
Aspekte der Portfolioarbeit
- Individuelle Bildungsdokumentation für jedes einzelne Kind
- Der Alltag des Kindes in der Einrichtung, ein Einblick in die Familie, sowie seine Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden anschaulich dokumentiert
- Das Kind und dessen Eltern sind aktiv an der Entstehung seines Portfolios beteiligt
- Portfolios regen zu eigenen Dokumentationstätigkeiten an und fördern die Selbsteinschätzung und Selbstreflexion
- Vision: Eine Weitergabe an die Grundschule ist theoretisch möglich und grundsätzlich wünschenswert, um die Lehrer*innen dabei zu unterstützen, die Kinder in ihren Ressourcen und Fähigkeiten von Beginn an wahrzunehmen
Beispiele aus dem Alltag
Sprachförderung
Ob Deutsch als Erst- oder Zweitsprache: allen Kindern in den Einrichtungen der Finkenau werden täglich viele Sprachanlässe geboten; sie tauchen ein ins »Sprachbad« (Immersion). Bücher, Gesprächsrunden, Lieder und Reime wecken die Neugier und fördern die Bereitschaft, sich vielfältig und differenziert auszudrücken.
Kita-Plus/Sprach-Kita: Die Finkenau Kitas Sonnenschein I, Sonnenschein II und Kinderhaus Furtweg, nehmen an Sprachförderprojekten des Bundes teil. Hier gibt es zusätzliche Angebote für Kinder mit fremdsprachigem Elternhaus. Weitere Informationen zum Bundesprogramm »Sprach-Kita: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist« finden Sie hier.
Bilinguale Kitas
Bilingualität ist das Ziel in jeder Kita. Einige unserer Kitas sind bereits zweisprachig (englisch-deutsch/russisch-deutsch). Wir wollen auch in diesem Feld ausschließlich pädagogische Fachkräfte in der Arbeit mit den Kindern einsetzen. So dauert es länger, dieses Ziel umzusetzen.
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